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Meine Mappe für die Fachhochschule Dortmund.

Ein kleiner Einblick in die Arbeit, die dafür ausschlaggebend ist, dass ich an der FH Dortmund für das Studium der Fotografie angenommen wurde. Mit der hier zu sehenden Mappe habe ich es geschafft und bin inzwischen immatrikuliert, ziemlich aufgeregt und gespannt auf das Studium.


Neben Vier eigenen Serien galt es dieses Jahr die Zwei Hausaufgaben „Zeitgleich“ und „Neue Nachbarn“ umzusetzen.

 

Zeitgleich – 6 Bilder – 2018

Dortmund, Hamburg, Copenhagen, Flensburg und zurück nach Dortmund. Das war mein Nordtrip, Anfang 2018 gemeinsam mit einem guten Freund. Ein Roadtrip mit dem Auto, bei dem ich während unseres Aufenthalts in der Hauptstadt Dänermarks die Bilder für diese Serie schoss. Zu sehen ist die Wachablösung der traditionell gekleideten Soldaten in der Innenstadt Copenhagens. Aus Sicht des Betrachters möchte ich aus verschiedenen Blickwinkeln, scheinbar „zeitgleich“ diese Situation zeigen.


Neue Nachbarn – 6 Bilder – 2018

Die Hausaufgabe, die mir am schwersten gefallen ist. Nach langem Überlegen und ausschließen von verschiedenen Ideen und Szenarien, ging ich einen Morgen auf dem Weg zum Physiotherapeuten an diesen Wänden im Klinikviertel vorbei. „Neue Nachbarn“ sollen in meiner Serie „Schmierrereien“, „Tags“ beziehungsweise Grafittis oder Sticker sein, die unmittelbar in der Nähe von Wohnorten von Menschen vorkommen. Ich habe verschiedene Hauswände und Hauseingänge abgelichtet und so diese Serie geschaffen.


aniYo kore – straight from the lab – 8 Bilder – 2016

Die Band aus Dortmund ist mir nach mehr als sieben Jahren der Verfolgung sehr ans Herz gewachsen. Zu Beginn, als die Fotografie bei mir noch nicht so präsent war, ohne Kamera. Dann irgendwann immer mehr und schließlich, wie auf diesen Bildern zu sehen, bin ich mit im „lab“ – dem Labor, wo die Musik des Duos entstand – gelandet und durfte einen Nachmittag im Sommer 2016 eine ganze Probe dabei sein und fotografieren.


The last sunflowers of breitenfeld – 6 Bilder – 2017

Zwei Monate bin ich im letzten Jahr im Südschwarzwald beheimatet gewesen. Neben dem Aushilfsjob dort unten, war natürlich die Fotografie mein zweiter großer Fokus. Diese Sonnenblumen, die letzten für dieses Jahr an dieser Stelle, habe ich mehrmals im Morgenlicht besucht. Für mich persönlich, ein paar der schönsten Bilder die ich dort, in Breitenfeld bei Waldshut-Tiengen, Baden Württemberg gemacht habe. Von der blühenden Sonneblume, über ihre Erscheinung an einem schönen Nebelmorgen sowie neben ihrem Freund Distel, bis hin zum ersten richtigen Schnee.


Die Weltbaustelle in Hörde – 10 Bilder – 2017

Auf einmal stand da dieses Gerüst. In unmittelbarer Nähe, quasi an meinem Block wurde im Oktober 2017 eine große Hauswand künstlerisch gestaltet. Joseph Madisia war dafür extra aus Namibia gekommen, Oliver Mark von den Urbanisten bildete den Lokalen Teil. Zusammen malten die beiden Künstler innerhalb einer Woche das Kunstwerk an der Piepenstockstraße. Ich bin an einem Mittag mit aufs Baugerüst geklettert und habe mich fotografisch ausgetobt. Darüberhinaus habe ich das Projekt auch gleich für mein Medium nordstadtblogger.de vorgestellt und darüber berichtet.


Der Schmied – 9 Bilder – Langzeitprojekt, Start August 2017

Der Herr Pape ist Schmied, genau genommen Goldschmied aus Leidenschaft. Ganz nebenbei kennen wir beide uns auch schon seit Jahren. Gegen Ende 2016 startete er seinen Traum. Er mietete sich einen Raum in einem Hörder Hinterhof und begann damit zu tun, was ein Goldschmied so tut. Ich habe diese Entwicklung als Vorwand genommen um ein Langzeitprojekt zu starten. Ich habe bisher die Veränderung im „Atelier“, wie es inzwischen genannt wird, vom leeren Raum zum Arbeitsplatz begleitet und die ersten fertigen Stücke entstehen sehen. Mit den Bildern in dieser Serie möchte ich nicht mehr als das alles zeigen.

Diesen Text habe ich aus Datenschutzgründen gekürzt. Alle anderen Texte sind so wie in meiner originalen Mappe. 


Und das wars auch schon.

Insgesamt Sechs Serien. Alle Fotoabzüge habe ich selbst auf, eigens dafür geschnittene Papierbögen geklebt. Die eigentliche Mappe, die außen drum kommt, ist auch vollkommen selbst gemacht.

Gutes, dickes Papier geknickt und mit Klebeband eine Art Halterung rein gebastelt – damit alles an seinem Platz bleibt. Dann noch mit dem Juteband in Zusammenarbeit mit zwei kleinen Ausschnitten das ganze verschließbar gemacht. Für Lebenslauf, Legeplan und die Texte zu meinen Serien habe ich auch wieder selbst aus Papier, eine Art Umschlag gebaut. Fertig.

Insgesamt habe ich wohl an die zwei bis drei Monate an dem Konzept und meinen Ideen zu der Mappe an sich, wie auch an den beiden Hausaufgaben gesessen. Die Mappenberatung an der FH Dortmund hat da einen großen Einfluss auf diesen Prozess gehabt. Frau Dlugos zerstörte meinen damaligen Plan für die Mappe in wenigen Minuten. Zum Glück! Ich glaube ohne die damalige Beratung und die wertvollen Tipps, wäre ich wohl nicht mit einer guten Note für meine Mappe belohnt worden, sondern vielleicht durchgefallen.

Übrigens heißt es so richtig: „Mappe für den Fachbereich Design der Fachhochschule Dortmund, Studiengang Fotografie“ und nicht, wie ich es etwas übermüdet auf meine fertige Mappe geschrieben habe: „Mappe für Fotodesign – FH Dortmund“. Bei der Mappenabgabe hatte ein Professor damit nämlich ein Problem, auch wenn wir darüber lachen konnten. „DEN Studiengang haben wir hier nicht!“

Und benutz bloß keinen Prittstift! 

Probleme hatte ich eigentlich nur mit dem – Überraschung –  Zeitmanagement und mit dem von mir genutzten Prittstift. Letzteren werde ich in Zukunft einfach meiden. Denn meine bei Saal gedruckten Fotoabzüge, damit auf schönes starkes Papier geklebt, wollten einfach nicht vernünftig halten.

Vielleicht auch einfach ein ungünstiger Materialmix für den Klebstoff, nur hatte mir die Dame im Idee Bastelfachgeschäft, auf deren Nachfrage ich mich für dieses Klebeprodukt entschied, diese Empfehlung gegeben. Einfach nein! Kein Prittstift!

Jetzt gehts bald schon los, da am Max-Ophüls-Platz!